Geschichte

Russische Schwarze Terrier

 

Der Russische Schwarze Terrier wurde in Russland um 1940 und bis Anfang 1950 durch ausgewählte Kreuzungen von Rassen wie dem Rottweiler, dem Riesenschnauzer, dem Airedale Terrier und dem Neufundländer entwickelt. Man nimmt an, dass der Riesenschnauzer der Haupt Vorfahre der Rasse ist. Die anfänglichen Züchtungen wurden von der kynologischen Militärschule außerhalb von Moskau überwacht und die Hunde waren in ihrem Zwinger mit Namen „Red Star“ basiert.

Das Ziel der Entwickler dieser Rasse war es, einen großen, freundlichen und folgsamen Arbeitshund mit ausgeprägtem Bewacher-Instinkt zu züchten; einen Hund, welcher brauchbar für viele Dienste sein, und sich gut den verschiedenen Klimakonditionen anpassen, würde.


Neben der Bewachung der Grenzen sollten diese Hunde auch zum Objektschutz eingesetzt werden. Um diese Aufgabe meistern zu können, mussten sie in der Lage sein, selbständig und fast ohne menschliche Hilfe ihre Bewachungstätigkeit auszuführen.
Daher wurde bei der Zucht besonderen Wert darauf gelegt, dass aus den Verpaarungen – bei denen noch etliche andere Rassen eingesetzt wurden – nur Nachkommen ausgewählt wurden, die vielseitig verwendbar, den großen klimatischen Unterschieden des wilden und urwüchsigen Landes gewachsen und stabil in Charakter und Temperament waren. Die Folge war allerdings, dass sich das Erscheinungsbild der Rasse zunächst noch recht uneinheitlich darstellte, was für die Armee jedoch von geringer Bedeutung war. Erst als sich private Züchter der Rasse annahmen, gelang es, dass Äußere der Rasse zu vereinheitlichen, ohne Charakter und Temperament zu vernachlässigen.

Die Rasse wurde im Jahr 1984 von der FCI anerkannt.
Bis vor kurzem unter dem Rassennamen „Schwarzer Terrier“ bekannt, ist eine der neuesten Rassehundezüchtungen der Welt und die größte Rasse, die der Klub für Terrier betreut.


Die Welpen sind sehr verspielt, anpassungsfähig und gelehrig und müssen liebevoll, jedoch sehr konsequent erzogen werden, um sich problemlos in ein „Familienrudel“ einordnen zu können. Schon mit einem Jahr ist der Russische Schwarze Terrier ein großer, kräftiger und wehrhafter Hund, der seinen natürlichen Schutztrieb zu entwickeln beginnt. Dieser muss konsequent in die richtigen Bahnen gelenkt werden.

Das harte, dichte, schwarze Rauhaar mit guter Unterwolle, das regelmäßig gebürstet und gekämmt werden sollte, macht den Russischen Schwarzen Terrier bestens geeignet für jede Witterung.

Zwingerhaltung ist jedoch nicht zu empfehlen, da er dort im Allgemeinen zu wenig Abwechslung und nicht genug Kontakt mit seiner Familie hat. Bei richtiger Erziehung ist der sehr kinderliebe Russische Schwarze Terrier ein mutiger, anpassungsfähiger Beschützer von Haus und Familie.

 

Gesundheit

Juvenile laryngale Paralyse und Neuropathie (JLPP)

Juvenile Laryngeale Paralyse und Polyneuropathie ist eine autosomal rezessive genetische Erkrankung, die die Hunderassen Rottweiler und Schwarzer Russischer Terrier betrifft. Die betroffenen Hunde zeigen als erstens Atemprobleme, die bis zur Kehlkopfparalyse führen.  Zu weiteren Symptomen gehören Ataxie, distale Schwäche und herabgesetzte Spinalreflexe. Bei einigen Hunden konnten abnormal kleine Augen mit Katarakt beobachtet werden.  Wegen der Atrophie der Larynxmuskulatur klingt das Bellen bei den betroffenen Hunden verändert. Die ersten Symptome erscheinen ungefähr im Alter von 3 Monaten und in Bezug auf die Progression der angeführten Symptome werden die Hunde im meisten Fällen im Alter von 6 Monaten eingeschläfert.

Die JLPP wird durch eine Mutation im Gen RAB3GAP1: c.743delC verursacht.

JLPP Mutation beim Rottweiler und Schwarzer Russischer Terrier wird rezessiv vererbt. Betroffen sind Hunde, die zwei Kopien des mutierten Gens tragen (P/P). Hunde mit einer Kopie des mutierten Gens weisen keine klinischen Anzeichen der Krankheit, welche die Gesundheit beeinflussen, auf. Bei Deckung von zwei heterozygoten Hunden (N/P) werden theoretisch 25 % der Nachkommen völlig gesund (N/N), 50 % werden Träger der Krankheit sein (N/P) und 25 % der Nachkommen vererben das mutierte Allel von beiden Elternteilen (P/P) und werden an JLPP leiden.

(Quelle: GENOMIA)

Hyperurikosurie (HUU/SLC)

Bei der Hyperurikosurie handelt es sich um eine genetisch bedingte Erkrankung, welche zu einer verstärkten Ausscheidung von Harnsäure im Urin führt. Harnsäure entsteht als Endprodukt des sogenannten Purinstoffwechsels. Purine sind Grundbausteine der DNA und RNA. Sterben Zellen oder werden mit der Nahrung aufgenommene Zellen abgebaut, wird die darin enthaltene DNA und RNA in Harnsäure umgewandelt. Menschen, Menschenaffen (Primaten) und Hunde der Rasse Dalmatiner bilden Harnsäure während alle anderen Säugetiere sogenanntes Allantoin ausscheiden. Der Grund liegt darin, dass im Laufe der Evolution das Enzym Uratoxidase durch eine Anhäufung von Mutationen funktionsunfähig wurde und der Umwandlungsschritt von Harnsäure in Allantoin nicht mehr möglich ist. (Friedman et al. 1985, Oda et al. 2002).Die Entstehung der Hyperurikosurie steht nicht im Zusammenhang mit der veränderten Uratoxidase, sondern beruht auf einer Mutation im Gen SLC2A9. Der Defekt in diesem Gen ist nicht nur bei Dalmatinern zu finden, sondern auch bei Hunden zahlreicher anderer Rassen. Durch die genetische Veränderung in SLC2A9 kann die Harnsäure nur mehr sehr ineffizient in die Leber und die Nieren zur Ausscheidung transportiert werden, was in weiterer Folge zu einer Anreicherung und zur Bildung von Harnsteinen führt (Bannasch et al. 2008).

Die Hyperurikosurie wird autosomal rezessiv vererbt (Keeler 1940, Schaible 1986). Damit es tatsächlich zu einem Ausbruch der Erkrankung kommt, müssen zwei veränderte Genkopien vorliegen. Das bedeutet, dass sowohl die mütterliche, als auch die väterliche Kopie des SLC2A9 Gens die genetische Veränderung aufweisen müssen. Männliche und weibliche Tiere können gleichermaßen von der Erkrankung betroffen sein.

Nachfolgende Genotypen können für die Hyperurikosurie gegeben sein:

N / N

HUU-frei (clear)

Der Hund besitzt 2 normale Gene und kann keine Hyperurikosurie entwickeln bzw. kein krankes SLC2A9 Gen an seine Nachkommen weitergeben.

N / HUU

HUU-Anlageträger (carrier)

Der Hund besitzt 1 normales Gen und 1 verändertes SLC2A- Gen. Die Veränderung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Einfluss auf die Gesundheit haben. Das veränderte Gen wird mit 50%iger Wahrscheinlichkeit an die Nachkommen weitergegeben.

HUU / HUU

HUU-Merkmalsträger (affected)

Der Hund besitzt 2 veränderte SLC2A9 Gene und wird ab einem bestimmten Alter von der Erkrankung selbst betroffen sein. Die veränderten Gene werden mit 100%iger Wahrscheinlichkeit an die Nachkommen weitergegeben.

(Quelle: FERAGEN)

HD - Hüftgelenksdysplasie

Gesunde Gelenke sind eine wichtige Voraussetzung für unsere Hunde, um ohne Schmerzen und Beschwerden ein schönes Hundeleben führen zu können. Genetisch bedingte Fehlbildung von Gelenken können durch züchterische Maßnahmen bekämpft werden; man strebt dabei einen möglichst hohen Prozentsatz gesunder Tiere an. Das Hüftgelenk ist bei vielen Hunderassen in einem unterschiedlich hohen Anteil falsch ausgebildet, es liegt eine Hüftgelenksdysplasie (HD) vor. Die Folge davon sind Fehlbelastungen und Schäden des Gelenksknorpels, Überbelastung der Gelenkskapsel, Bänder und Sehnen und damit sekundär gebildete Knochenzacken (Exostosen, Osteophyten), insgesamt also das Bild einer Arthrose oder Gelenksabnützung.

Die Röntgenuntersuchung auf HD ist an einem voll entwickelten Skelett möglich, dies ist bei den meisten Hunden mit 12 Monaten, bei großen und Riesenrassen mit 18 Monaten der Fall. Das Tier muss zur Untersuchung narkotisiert und speziell gelagert werden. Die Röntgenaufnahmen sind nach sehr präzisen Kriterien zu bewerten; die Bewertung erfolgt durch erfahrene, meist geprüfte Bewerter, den sogenannten „HD-Zentralen“.

Zusätzlich zur Auflistung bestimmter Kriterien, die typische Gelenksveränderungen charakterisieren,wird die sogenannte Norberg-Messung durchgeführt. Der gemessene Winkel ist ein Hinweis auf die Tiefe der Hüftgelenkspfanne und dem guten Sitz des Oberschenkelkopfes. Als gesund werden Winkelwerte von 105° und darüber angesehen, doch können Gelenke mit „nur“ 100° anatomisch einwandfrei geformt und damit auch gesund sein. Der Norberg-Winkel von 105° wird fast als magische Zahl angesehen und damit überbewertet. Die HD-Zentralen weisen darauf hin, dass die Winkelwerte eine unterstützende Information darstellenund keinesfalls das einzige Kriterium zur Beurteilung auf das Vorliegen einer HD sind.

A = kein Hinweis auf HD, (HD-frei, Grad 0)

B = Übergangsform (Grenzfall, Verdacht)

C = leichtgradige HD (leichte, geringgradige HD)

D = mittelgradige HD (mittlere HD)

E = hochgradige HD (schwere HD)

Zu A zählen alle tadellos geformten Gelenke. Zu B, dem „Verdacht“ oder „Grenzfall“ sind jene Gelenkezu rechnen, die bereits leichte Abweichungen von der angestrebten Norm zeigen, jedoch noch nicht soweit, dass dies als sicher krankhaft zu bezeichnen ist. Keinesfalls darf dies so interpretiert werden, dass das Röntgenbild aufgrund diverser Mängel nicht bewertbar wäre; fehlerhafte Aufnahmen dürfen überhaupt nicht bewertet werden. Mit C sind jene Hunde zu bewerten, die geringfügige pathologische Veränderungen der Hüftgelenke aufweisen.Untersuchungen in der Schweiz deuten darauf hin, dass schlechtere C-Hunde, die bereits zu D tendieren, auf keinen Fall in die Zucht genommen werden dürfen. Daher wird hier die Unterteilung in C1 und C2 empfohlen, wobei C2 der schlechtere Wert ist.Dies hat sich bisher jedoch noch nicht überall durchgesetzt, wohl auch deshalb, weil viele Klubs den Einsatz von C-Hunden im Interesse gesunder Tiere generell vermeiden wollen. Ob ein Tier nun mit D-mittelgradig, oder E -schwerer HD bewertet wird, ist für die Zucht eigentlich irrelevant, es gehört auch bei einer sehr kleinen Population ausgeschlossen. Diese Einteilung ist höchstens für das betroffene Individuum bezüglich einer Therapie oder Prognose interessant.

(Quelle: vetmeduni vienna)

ED - Ellenbogendysplasie

Dysplasie des Ellbogens bedeutet abnormale Entwicklung des Gelenks im Wachstum (meist 5.bis 9. Lebensmonat). Dies ist eine meist beide Ellbogen betreffende Erkrankung. Das Ellbogengelenk ist ein aus drei Knochen zusammengesetztes Gelenk: Humerus, Radius und Ulna. Es arbeitet nicht nur als Scharniergelenk in Hinsicht auf Beugung oder Streckung, sondern hat auch Rotationsfunktion, und ist daher sehr komplex in seiner Biomechanik und Beanspruchung der einzelnen Gelenkanteile.

Wenn wachstumsbedingt nicht alle drei Knochen perfekt zusammenpassen, kommt es automatisch zur Überlastung an bestimmen Stellen im Gelenk.

Die Ellbogendysplasie hat im Gegensatz zur Hüftgelenkdysplasie mehrere entwicklungsbedingte Ursachen:

  • Coronoiderkrankung / fragmentierter Processus coronoideus medialis (FPC)

  • Osteochondrosis dissecans der medialen Humeruscondyle (OCD)

  • isolierter Processus anconeus (IPA)

  • Ellbogen - Inkongruenz

  • mediale Kompartmenterkrankung (MCD)

Jeder dieser Veränderungen kann Bestandteil der ED sein. Manchmal findet man nur eine der aufgeführten Erkrankung in einem ED behafteten Ellbogen, manchmal mehrere. Allen diesen Veränderungen ist gemeinsam, dass sie im Rahmen der ED schon sehr früh in der Entwicklung (ab dem 5. Lebensmonat) zu Schmerzen und arthroseartigen Veränderungen im Gelenk führen können. Ist diese Erkrankung erst einmal fortgeschritten, sind die Möglichkeiten der therapeutischen Einflussnahme begrenzt und die Prognose schlechter, je weiter die Erkrankung bereits fortgeschritten ist.

(Quelle: kleintierzentrum Walluf)

 

 

 

Rassestandard

Russische Schwarze Terrier

 

 

FCI - Standard Nr. 327 / 24.01.2012 / DE

Übersetzung

Frau Christina Bailey / Offizielle Originalsprache (EN)

Ursprung

Russland

Datum der Publikation des gültigen offiziellen Standards

13.10.2010

Klassifikation F.C.I.

Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde
Sektion 1.4 Tchiorny Terrier
Ohne Arbeitsprüfung

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Russische Schwarze Terrier ist ein grosser Hund mit einem etwas langen Körper und sehr athletischem Gebäude von robustem Typ und widerstandsfähiger Konstitution. Die Rasse hat Qualitäten wie einen massiven Knochenbau und kräftige Muskulatur. Sie ist symmetrisch mit einem grossen Kopf, kompaktem Körper und einem voluminösen und tiefen Brustkorb. Die unterschiedlichen Geschlechtsmerkmale sind deutlich ausgeprägt.

Wichtige Proportionen

Die Länge des Körpers ist etwas grösser als die Höhe bis zum Widerrist, es kann etwas auffälliger bei den Hűndinnen sein.
Die Tiefe des Brustkorbes sollte nicht weniger als die halbe Höhe bis zum Widerrist sein. Die Länge des Kopfes sollte nicht weniger als 40 % der Höhe bis zum Widerrist sein. Der Fang ist etwas kürzer als der Schädel.

Verhalten / Charakter (Wesen)

Ein würdevoller und selbstsicherer Hund; gut allen Situationen angepasst. Wenn die Situation es erfordert, nimmt er sofort eine aktive Verteidigungsposition ein, wird aber schnell wieder ruhig wenn die Gefahr vorbei ist. Diese gutaussehende Rasse ist liebenswürdig und hat große Ausdauer; sie ist anspruchslos, schlau und freundlich. Sie ist leicht trainierbar, passt sich verschiedenen Klimakonditionen gut an und ist arbeitsam und verlässlich. 

Beschreibung der physischen Rassemerkmale

Kopf

Oberkopf

Der Kopf soll sich den Proportionen des Körpers anpassen, obwohl gross, massiv und lang.

 Schädel: Mäßig breit mit flacher Stirn. Die obere Linie des Schädels läuft parallel zu der oberen Linie des Fangs. Die Augenbrauenwulst und das Hinterhauptsbein sind mäßig ausgeprägt.
Stop: Erkennbar aber nicht scharfkantig.

Gesichtsschädel

Nasenschwamm: Gross und schwarz.
Fang: Kräftig, breit, verjüngt sich etwas zu der Nasenspitze. Der Schnurrbart und der Bart betonen das Volumen und geben dem Fang ein rechteckiges stumpfes Aussehen.
Lefzen: Dick, gut pigmentiert und straff; die Lefzenränder sind dunkel.
Kiefer / Zähne: Groß, weiße Zähne, welche eng aneinander platziert sind; die unteren Schneidezähne liegen in einer Reihe. Volles Gebiss (42 Zähne); Scherengebiss.
Backen: Trockenes Jochbein mit runden aber nicht ausgeprägten Wangen.
Augen: Mittlere Größe, oval, gerade und weit auseinander platziert, dunkle Farbe. Augenlieder trocken, enganliegend und schwarz.
Ohren: Hängend; hoch und symmetrisch angesetzt, mittlere Größe, dreieckig. Die vordere Kante liegt eng an der Wange an. Das Ohrleder ist dick und ohne Falten.

Hals

Kräftig, trocken und muskulös. Die Länge des Halses ist ungefähr gleich wie die Länge des Kopfes und in einem Winkel von 45 – 50 Grad zum Horizont angesetzt. Der Nacken ist kräftig und gut entwickelt.

Körper

Solide, tief und voluminös, gut ausgeglichen

 Obere Profillinie: Vom Widerrist bis zum Rutenansatz etwas abfallend.
Widerrist: Hoch und gut entwickelt, ausgeprägter bei den Rüden als bei den Hündinnen:
Rücken: Kräftig, gerade und muskulös. Die Länge des Rückens ist gleich wie die Hälfte der Länge vom Widerrist bis zur Rutenwurzel.
Lenden: Breit, kurz, muskulös und leicht gewölbt. Die Länge ist die gleiche wie die halbe Länge des Rückens.
Kruppe: Breit, muskulös, etwas abfallend und von mäßiger Länge.
Brust: Tief, lang und breit mit etwas gewölbten Rippen. Die Form des Thorax (im Querschnitt) ist oval. Der Brustknochen ist lang und die Vorderbrust überragt etwas das Schultergelenk und ist gut  bemuskelt.
Untere Profillinie und Bauch: Auf der gleichen Linie wie das Ellenbogengelenk oder etwas darunter. Bauch mäßig hochgezogen.

Rute

Dick am Ansatz und hoch angesetzt. In der Bewegung wird die Rute fröhlich getragen aber der Rutenansatz geht nicht über den Rücken (nicht geringelte Rute). Rute traditionell kupiert im Ursprungsland. Die Länge oder Form einer unkupierten Rute hat keinen Einfluss auf die Bewertung des Hundes. Die vorgezogene Form der unkupierten Rute ist Säbel oder Sichel. 

Gliedmaßen

Vorderhand

Allgemeines: Von vorn gesehen stehen die Läufe gerade und parallel. Der Abstand vom Ellenbogen bis zum Boden ist der gleiche wie 50 – 52% der Höhe des Hundes bis zum Widerrist.
Schultern: Lang, breit und gut zurückgestellt. Der Winkel zwischen Schulterblatt und Oberarm ist ungefähr 100 Grad.
Oberarm: Muskulös und nicht kürzer als die Schulterblätter.
Ellenbogen: Dicht am Körper anliegend.
Unterarm: Gerade, dick, runde Knochen. Von vorne und von der Seite gesehen senkrecht stehend.
Vordermittelfuß: Kurz, massiv und von der Seite gesehen leicht abfallend.
Vorderpfoten: Gross, kompakt und rund. Krallen und Ballen sind schwarz. 

Hinterhand

Allgemeines: Von hinten gesehen sind die Läufe gerade und parallel, sie stehen etwas weiter auseinander als die Vorderläufe. Von der Seite gesehen sind sie etwas hinter dem Hund platziert.
Oberschenkel: Mäßig lang, leicht geneigt, breit mit gut entwickelter voluminöser Muskulatur.
Knie: Gut gewinkelt.
Unterschenkel: Nicht kürzer als der Oberschenkel.
Hintermittelfuß: Kräftig, tief und senkrecht platziert. Keine Afterkrallen.
Hinterpfoten: Etwas kleiner als die Vorderpfoten und mehr ovalförmig. Krallen und Ballen sind schwarz.

Gangwerk / Bewegung


Frei, harmonisch, mit weich gebeugten Gelenken. Die charakteristische Bewegung ist ein energischer Trab mit langem Tritt, welcher von dem kräftigen Schub von hinten und ausgreifendem Schritt der Vorderhand kommt. Die obere Profillinie bleibt fest.

Haut


Eng anliegend, gut angepasst ohne Falten oder loser Haut, trotzdem elastisch. Gleichmäßig pigmentiert.

Haarkleid

Haar: Raues und dichtes Doppelhaar. Zusammengesetzt von einem harschen, dichten, etwas welligen Oberhaar und einem weichen, kurzen und dichten Unterhaar. Das Oberhaar bedeckt den ganzen Körper. Das natürliche getrimmte Haar ist ungefähr
5 – 15cm lang. Die Kopfbehaarung ist gut entwickelt und bildet üppige Augenbrauen, Schnurrbart und Bart. Die Läufe sind mit langem dichtem Haar bedeckt. Das Bürsten in korrekter Form ist erforderlich. Das getrimmte Haar sollte den Charakter eines kräftigen und selbstsicheren Hundes hervorheben und in keinem Fall übermäßig dekorativ wirken. Das Haar soll am längsten an den Läufen und am Fang belassen werden. Das Trimmen soll den massiven Kopf mit der flachen Stirn, gut platzierten Augen, kräftigem Hals und gut gebautem, kräftigen Körper hervorheben.
Farbe: Schwarz,  schwarz mit unwesentlich vermischtem grauen Haar ist zulässig. (Grau vermischtes Haar soll nicht mehr als 1/3 des ganzen Körpers bedecken).

Größe und Gewicht

Gewűnschte Grősse bis zum Widerrist:


Rüden:       
72 bis 76 cm, aber nicht weniger als 70 cm und nicht mehr als 78 cm.
Hündinnen: 
68 bis 72 cm, aber nicht weniger als 66 cm und nicht mehr als 74 cm.
Etwas größere Exemplare, sofern sie proportional und von  vorzüglichem Rassetyp sind, werden toleriert.
Gewicht:
Rüden: 50 – 60 kg. Hündinnen: 45 – 50 kg.

Fehler

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.

•    Runder Kopf.
•    Teilweise fehlende Pigmentierung der Lefzen.
•    Schneidezähne im Unterkiefer nicht in einer geraden Linie. Kleine Schneidezähne.
•    Runde Augen; etwas hellere Farbe, schräg oder eng platziert.
•    Zu kurzer Hals und nicht muskulös genug.
•    Widerrist nicht ausgeprägt.
•    Sattelrücken, oder enger Rücken.
•    Lende zu lang; eng; oder nicht muskulös genug.
•    Schultern zu gerade.
•    Zu kurze Unterarme.
•    Ellenbogen ein- oder ausgedreht.
•    Pfoten ein- oder ausgedreht.
•    Hacken eingedreht oder Sichelhacken.
•    Zwischenzeitlicher Passgang im Trab.
•    Deckhaar weich oder glatt.
•    Rostige Schattierung im Deckhaar.
•    Keine Unterwolle.

Schwere Fehler


•    Abweichung vom Geschlechtstyp.
•    Ängstlich oder übermäßig aufgeregtes Benehmen.
•    Kurzer oder leichter Kopf.
•    Sichtbares 3. Augenlid, hellfarbige Augen.
•    Kruppe waagerecht oder zu steil.
•    Flacher oder kurzer Brustkorb.
•    Ringelrute.
•    Gebogene Vorderhand.
•    Eingeschränktes Gangwerk, träge oder zu schwer.
•    Seidiges Deckhaar.

Disqualifizierende Fehler


•    Aggressiv oder übermäßig ängstlich.
•    Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
•    Abweichung zu den Abstammungsrassen.
•    Nasenschwamm andersfarbig als schwarz.
•    Wall Auge oder verschiedenfarbige Augen.
•    Abweichungen vom Scherengebiss oder fehlende Zähne.
•    Deckhaar glatt und fehlende Behaarung an Kopf, Brust und Läufen.
•    Jegliche andere Farbe als die oben beschrieben.
•    Weiße Flecken oder Markierungen.
•    Klar abgezeichnete graue Flecken.

N. B.


Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

(Quelle: FCI)

 

BLACK BARUNITA

Schwarzer Russischer Terrier